Klinge-Institut-Blog

18. Oktober 2011

Willkommen auf dem Blog des Klinge- Institutes.

Hier finden Sie Informationen, Kommentare und Neuigkeiten zu den Themen Berufswahl und Studium, Coaching, Sportpsychologie, Erfolgspsychologie, Karriere, Entscheidungsfindung und Veränderungsberatung.

Ralf Klinge
(Dipl. Psych.)


Dreizehnjähriger von Proficlub verpflichtet: Ein Skandal! Wirklich?

17. Februar 2012

Dreizenjähriger von Proficlub verpflichtet: Ein Skandal!    Wirklich?

In der letzten Zeit taucht in den Medien immer mal wieder das Thema auf, dass ein Proficlub, meistens aus dem Fußball, Kinder und Jugendliche vertraglich verpflichtet und zum Verein holt. Dies geschieht im Hinblick auf deren mögliches Potenzial als Spieler.
In der Öffentlichkeit kochen die Emotionen bei den einen hoch, während die anderen (meist die verpflichtenden Manager) die ganze Aufregung überhaupt nicht verstehen können.

Es wäre angebracht, solche Vorgänge zum Wohle aller Beteiligten einmal etwas differenzierter zu betrachten.
Schauen wir uns folgendes Szenario an: Man nehme einen 13jährigen Jungen, entreiße ihn dem Elternhaus und den Freunden, versetze ihn in eine fremde und kalte Umwelt, und beute ihn dann aus, bis es nicht mehr geht. Nach der Karriere wirft man ihn zum alten Eisen, überlässt ihn ausgeblutet und psychisch angeschlagen seinem Schicksal. Das ist das Bild, das hinter den aufgebrachten Stimmen hervorlugt.

Aber entspricht das denn den Vorgängen, von denen wir bei uns in Deutschland sprechen? Wird denn hier etwa nicht darauf geachtet, dass vor allem und zuerst dem Kindeswohl Rechnung getragen wird? Zumindest die bisher beteiligten Manager, Berater und Trainer lassen erwarten, dass dem so ist. Keiner von ihnen hat sich bisher des Kinderhandels oder der Kindesmisshandlung verdächtig gemacht.

Betrachten wir nun einmal ein anderes Szenario:
Man nehme einen Elfjährigen, gebe ihm die Chance, sich in einem besonders fördernden schulischen und privaten Umfeld außerhalb des Elternhauses zu entwickeln und persönlich zu reifen. Man räumt ihm die Möglichkeit ein, jener Betätigung nachzugehen, die ihm am meisten Freude bereitet. Gleichzeitig achtet man aber auch auf die Vermittlung einer breiten beruflichen Bildung, von Allgemeinbildung und sozialer Kompetenz. Dieser junge Mensch hat später die besten Möglichkeiten, seinen Neigungen und Fähigkeiten zu folgen.
Selbst für den Fall, dass er doch nicht seinem Traumberuf nachgehen kann, ist aufgrund der Breite der Ausbildung für Alternativen gesorgt.

Nein, die Rede ist hier nicht vom Fußballprofi in spe, sondern vom klassischen Internatszögling. Auch hier werden Kinder aus dem Elternhaus gegeben und nehmen ihren Lebensmittelpunkt  anderswo. Nur werden in diesem Fall eben die positiven Aspekte betont, anders als beim oben beschriebenen Umgang mit jungen Talenten im Sport.

Es ist wohl nicht realistisch zu erwarten, dass die Vereine künftig auf Verpflichtungen von Kindern und Jugendlichen verzichten werden. Wie also umgehen mit dem Phänomen?
Sieht man einmal davon ab, dass stets der Einzelfall zu betrachten ist (nicht jedes Kind verkraftet eine Trennung), so wäre es wünschenswert, wenn solche Verpflichtungen künftig eindeutig festgelegten ethischen, pädagogischen, juristischen und wirtschaftlichen Richtlinien in Form eines Kodex folgen würden.

So wäre beispielsweise ein Mindestalter festzulegen. (Die Verpflichtung eines Fünfjährigen, die mit Trennung von der Familie verbunden ist, kann durch keine sonstigen Überlegungen gerechtfertigt werden.)
Weiterhin sollte für eine vernünftige Schullaufbahnplanung gesorgt werden, die der Leistungsfähigkeit und den Neigungen des jungen Menschen gerecht wird. Ebenso wäre die Persönlichkeitsbildung zu fördern.
Alle entsprechenden Maßnahmen müssten vertraglich festgehalten und in ihrer Umsetzung dokumentiert werden.

Ein derartiger Kodex gäbe sowohl den Kindern als auch den Eltern Sicherheit und ein gutes Gefühl.
Die beteiligten Vereine hätten ihrerseits die Gewissheit, sich ethisch und menschlich richtig verhalten zu haben.
Außerdem kämen sie in der öffentlichen Meinung aus der „Schmuddelecke “ und
der stets wieder neu aufflammenden Skandalisierung heraus. Eine echte „win-win“ -Situation.

Auf einen solchen Kodex sollten sich alle vernünftigen und ethisch verantwortlichen Vereine und Berater verständigen können.

Ralf Klinge

(Dipl. Psych.)


Jürgen Klopp- ein Klasse Psychologe

8. Februar 2012

Gestern habe ich in der ARD Fußball geschaut. DFB- Pokal, Kiel gegen Dortmund.
Normalerweise tue ich mir die Vorberichterstattung mit den Teasern und üblichen Interview- Floskeln nicht an, aber diesmal hatte ich früher eingeschaltet und so nebenbei laufen lassen.

Ein Mini- Interview mit Jürgen Klopp fesselte aber schlagartig meine Aufmerksamkeit.
Er wurde das Übliche gefragt, von wegen Favoritenrolle, Pokalgesetze und so weiter.

Auf das verbrämte Kompliment des gegnerischen Trainers, das ihm der Reporter hinterbrachte, („Wir müssen Dortmund auf unser Niveau herunterziehen“, ursprünglich ja mal “O-Ton” Klopp) ging er erst gar nicht ein.
Er fing dann ganz freundlich an (alle Zitate sinngemäß): Wir wurden hier in Kiel ganz freundlich begrüßt, Tausend Leute bei der Ankunft, Tausend beim Hotel, alles sehr nett.“
Doch dann schlug das Ganze um in eine stahlharte Süffisanz: „Das waren alles so ein paar Weichmacher. Aber wir lassen uns davon nicht beeindrucken. Wie werden hier mit aller nötigen Härte agieren.“
Ich bin sicher, dieser Passus war auch Teil der Ansprache an seine Mannschaft.

Und ich finde das brilliant!
Wie viele Trainer haben nicht schon versucht, ihre Mannschaft davor zu bewahren, die unterklassigen Gegner zu unterschätzen? Und wie oft ist das nicht in die Hose gegangen? Es ist eben nicht einfach, künstlich einen Gegner stark zu reden, gegen den man in neun von zehn Fällen locker gewinnt. Wie geht man in ein solches Spiel hinein?  Was sagt ein Trainer der Mannschaft?  Appelle allein fruchten nicht, es muss eine Emotion dazu kommen.

Und das hat Jürgen Klopp gemacht: Er hat den begeisterten Empfang und die Huldigung des Kieler Publikums für die Dortmunder umgedeutet in eine Art psychologische Kriegsführung.
In der Psychologie ist diese Technik als „Reframe“ bekannt.
Durch diesen Reframe hat Klopp die Kieler als Gegner wahrnehmbarer und größer gemacht. Nicht wegen irgendwelcher überlegener technischer, taktischer oder athletischer Fertigkeiten. Das hätte ihm sowieso keiner seiner Profis wirklich abgenommen.
Sondern als Gegner, der durch den Einsatz von „Weichmachern“ einlullen und dann zuschlagen will. Das aber erforderte von Dortmund eine strenge und harte Reaktion, wenn nicht gar „Bestrafung“.  So trat Jürgen Klopp bei aller Höflichkeit auch auf.
Klopps Reframe war geeignet, die nötigen Emotionen und den nötigen Grad an Wachheit bei seinen Spielern zu wecken. Und sie waren tatsächlich von Beginn an „auf der Hut“.

Ach ja und übrigens: Nach einer halben Stunde habe ich ausgeschaltet. Weil das Spiel gelaufen war. Nicht zuletzt dank klasse Psychologie.


5 Gründe, warum die Berufswahl heute oft so schwer fällt

28. Januar 2012

Fünf Gründe, warum die Berufswahl heute oft so schwer fällt

1.    Zuviel Information

Egal wen Sie fragen: Wenn Sie eine Entscheidung treffen müssen erhalten Sie den Rat: Informiere Dich! Und zwar so umfassend und erschöpfend wie möglich. Das ist grundsätzlich erstmal auch richtig. Aber in der heutigen Zeit haben wir meistens nicht zuwenig Informationen, sondern zuviel!

Daran ist vor allem das Internet schuld. In Sekundenschnelle erhalten wir eine Flut an Infos, die es beispielsweise zu Berufsbildern oder Studiengängen gibt. Inklusive mehr oder weniger qualifizierter Kommentare. Was fehlt, sind Kriterien zur Einordnung und Gewichtung der Informationen.

Wann hat man die Infos, die man braucht? Wann hört man auf, zu suchen? Stimmt das auch alles, was ich erfahren habe?

Fazit: Ein Zuviel an Informationen bringt mehr Unsicherheit als Sicherheit.

2.    Zuviel Auswahl

Früher gab es ein paar Grundberufe und einige klassische Studiengänge. Heute haben wir rund 340 Ausbildungsberufe und 180 Studienfächer (ohne die verschiedenen spezielleren Ausrichtungen).

Und ständig kommen weitere hinzu. (O.K. , einige Berufe sterben auch aus. Es gibt z.B. beklagenswerter Weise immer weniger Küfner, Feintäschner oder Putzmacherinnen).

Wer nun glaubt, dass mehr Auswahl in jedem Falle besser ist, der irrt. Aus der Konsumforschung kennen wir zum Beispiel folgenden Versuch: In einem Supermarkt werden in der einen Woche 47 Marmeladesorten im Sortiment angeboten, für jeden Geschmack etwas.  In der nächsten Woche stehen nur 7 Sorten im Regal. Wann wurde wohl mehr verkauft? Genau, in der Woche mit den 7 Sorten.

Der Grund dafür ist grob gesagt der kognitive Prüfaufwand; es ist sehr mühselig, alle Sorten bezüglich Menge, Qualitätsversprechen, Preis und so weiter miteinander zu vergleichen. Das schreckt ab.

Ähnlich ist das bei Nudeln, Kaffee und Studiengängen. Irgendwann verliert man den Überblick!

3.    „Angst zu kurz zu kommen und es nicht zu schaffen“

Wir alle bekommen immer wieder durch das persönliche wie auch das mediale Umfeld signalisiert: Die Welt leidet an Mangel. Mangel an Arbeitsplätzen, Geld, Ressourcen. Die Jugend von heute wird es schwer haben, den gleichen Wohlstand zu haben, wie die Eltern.

Alles ist unsicher. Aber stimmt das so?

Nun, zunächst einmal spricht vieles eher dafür, dass die meisten jungen Menschen, die heute ins Berufsleben streben, eigentlich recht gute Karten haben: Gutes Ausbildungsniveau, gute infrastrukturelle und gesellschaftliche Voraussetzungen (ja, ich weiß, auch hier gibt es Missstände, aber trotzdem!), relativer Wohlstand der Eltern (Erbengeneration), bereits lange währender Frieden.

Außerdem spielt ihnen die demographische Entwicklung in die Karten. Der Gesellschaft gehen die qualifizierten Fachkräfte aus.

Auf der anderen Seite gibt es eben die Angst, es nicht zu schaffen:Generation Praktikum (allerdings in Wirklichkeit schon lange kein Thema mehr), Entlassungswellen, Globalisierung, Fundamentalismus, Terror…all dies vermischt sich zu einem diffusen Gefühl der Bedrohung.

Warum nur werden die Risiken höher bewertet als die zweifellos vorhandenen Chancen?

Nun, das ist zum einen von der Evolution her gesehen verständlich. Potenzielle Bedrohungen werden überproportional wahrgenommen. Die falsche Einschätzung des merkwürdigen Geräusches im Unterholz hindert den weniger attentiven Steinzeitmensch nachhaltig an der Weitergabe seiner Gene an die nächste Generation. Sein ängstlicherer Nebenmann konnte dem Säbelzahntiger entgehen. Auch wenn er vorher zehnmal falsch lag.; dieses Mal hat ihm die Angst geholfen. Vorsicht lautet die Devise!

Zum zweiten gibt es noch eine weitere Tendenz in uns, nämlich die sogenannte Verlustaversion!
Es handelt sich dabei um eine Form der kognitiven Verzerrung.
Kurz gesagt überschätzen wir Dinge, die wir besitzen in ihrem Wert. Der Verlust von Geld, Aktien, irgendwelcher Dinge oder auch der Zugehörigkeit zur ersten Fußball- Bundesliga, bereitet uns mehr Schmerz, als ein möglicher gleich hoher Gewinn uns Freude bringt.
Motto: Wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Und wer weiß, ob der mögliche Gewinn das irgendwann einmal aufwiegt? Angst!
Also: Objektiv birgt die Zukunft für junge Menschen (im Grunde natürlich für uns alle) viele Chancen, aber auch einige Risiken.
Gelegentlich sollten wir uns diese Gewinn- und Verlustrechnung vor Augen führen.
Die Wahrscheinlichkeit, „es zu schaffen“ ist gar nicht so gering.

4.    Die Annahme, es gibt die perfekte Strategie/ Fehler sind irreversibel
„Mach Dein Abi mit 1,0! Dann noch einige Praktika bei maßgeblichen Unternehmen. Auslandsaufenthalte sind ebenso obligatorisch wie ehrenamtliches Engagement.“
All das ist für sich genommen natürlich nicht falsch.
Aber wenn man sich dieser Annahme zu sehr verschreibt, führt dies bei  der Berufswahl oft zu einer enormen Verkrampfung:
Die Angst vor der falschen Entscheidung lähmt. „Dies muss ich noch unbedingt tun. Und das andere auch noch;“ vor lauter Aktivismus und Stromlinienförmigkeit kommen wichtige Dinge wie persönliche Zufriedenheit und die Entwicklung der Persönlichkeit oft zu kurz.Die guten Unternehmen stellen aber Persönlichkeiten ein. Zugegeben: qualifizierte, flexible und leistungsbereite Persönlichkeiten. Aber letztlich: Persönlichkeiten.Das gilt auch für künftige Selbständige.

Ein weiterer gern erteilter Rat ist:
Lies die Biographien von erfolgreichen Menschen und kopiere deren Vorgehen!
Es gibt den richtigen Weg zu Karriere, Ruhm und Glück, und man kann ihn planen!

Aber ist das wirklich so? Wer sagt denn, dass die Empfehlungen in den Biographien (oder meist: Hagiographien) auch nur einen Schuss Pulver wert sind. Was wir dort nämlich erleben, ist der sogenannte „survivor bias“. Denn nur die Überlebenden, diejenigen, die es nach ganz oben geschafft haben, finden unser Gehör. Die restlichen sind untergegangen. Ob sie vielleicht alle die gleiche Strategie wie die Überlebenden oder gar eine bessere hatten, erfahren wir nie.
Und vor allem: Der angebliche rote Faden im Werdegang entsteht immer erst in der Rückschau! Im Voraus kann ihn keiner erkennen.

Karriere und Berufserfolg beruhen auf Fähigkeiten, Strategie….. und einem ganzen Haufen purem Glück!
Die Karriere wird nicht einmalig geplant und dann durchexekutiert. Wir müssen immer wieder neu entscheiden und auch ein bisschen auf den Zufall hoffen.
Das Leben beruht zu weiten Teilen auf der „Kunst des Durchwurstelns“. Oder vornehmer ausgedrückt: Der „biographisch- situativen ad-hoc-Heuristik“
(Bitte nicht zitieren: Scherz von mir!)

So weit wie John Lennon würde ich allerdings nicht gehen. Ihm wird ja die Sentenz zugeschrieben: Life is what happens, while you´re busy making other plans“.
Also: Ein gutes Abitur, das ein oder andere Praktikum und ein bisschen Ehrenamt können natürlich nicht schaden. Ein grober Plan auch nicht.Aber ansonsten: „Schaun mer mal, dann sehn ma schon.“ Entspannen Sie sich!

5.    Chronische Selbstunterschätzung
Den Schülern und Absolventen fehlt es allzu oft an Selbstvertrauen. Ja ich weiß, das sieht häufig ganz anders aus. Aber in tausenden Gesprächen habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Schein meist trügt: Zuwenig Selbstvertrauen ist in der Regel das Problem, nicht zuviel.

Das liegt unter anderem daran, dass wir unsere eigenen Defizite sehr genau kennen. Die Schwächen der anderen hingegen sind uns mehr oder weniger unbekannt. Dass wir sie nicht sehen können, bedeutet aber noch lange nicht, dass die anderen keine haben.

Im Gegenteil, den meisten geht es genau wie uns!
Die Selbstunterschätzung finden wir gehäuft bei bestimmten Persönlichkeitskonstellationen. Dazu demnächst mehr in einem anderen Beitrag mit dem Thema: „Persönlichkeitsfaktoren und Berufswahl“

Ralf Klinge
(Dipl. Psych.)

Tipps zur Lektüre
Nassim Taleb: Die Narren des Zufalls
Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens


Teure Berufsberatung? Das kommt drauf an!

23. Oktober 2011

Neulich telefonierte ich mit einer Mutter, die für ihren 24-jährigen Sohn (mit seiner Zustimmung) eine fundierte Berufsberatung suchte, weil er das Studium schmeissen will und nicht weiß, wie es weitergehen soll.
Wir unterhielten uns lange und sie war total überzeugt vom Ansatz der Klinge-Methode. Sie fand es wichtig, dass man nicht nur Tests macht, sondern eben auch mit Hypnose und Systemarbeit unterschwellige Motive (und Ängste) beleuchtet. Auch dass die intensive Beratung einen ganzen Tag dauert, fand sie gut. Aber der Preis…..Die Mittel seien vorhanden, aber ob das nicht etwas teuer sei?
Dazu habe ich generell folgendes zu sagen:
Natürlich hat jeder das Recht, den Wert einer Investition in Beratung zu hinterfragen. Aber es wundert es mich doch, dass viele Menschen für die Planung ihrer nächsten Urlaubsreise mehr Zeit und Sorgfalt aufwenden, als für die “Lebensreise”. Denn der Beruf ist ein wichtiger Teil des Lebens, auch in finanzieller Hinsicht. Wenn jemand nach Ausbildung oder Studium sagen wir einmal 40 Berufsjahre vor sich hat, verdient er je nach nachdem zwischen einer und vier Millionen Euro auf die gesamte Dauer (oder auch mehr…).
Wenn der Beruf gut passt, und man dann auch noch die richtige Nische gefunden hat, erhöht sich die Chance auf ein höheres Einkommen enorm. Auch die Wahrscheinlichkeit arbeitslos zu werden sinkt, je kompetenter und nachgefragter jemand im Beruf ist. Die richtige Berufswahl stellt also eine Investitionsentscheidung über Millionenbeträge dar. Da kann man vorher schon mal etwas Hirnschmalz und Geld aufwenden.
Außerdem kommt ja noch hinzu, dass der richtige Beruf entscheidenden Einfluss auf unser Lebensglück hat; auf Selbstbewusstsein, Freude, Handlungsspielraum, soziale Anerkennung und Gesundheit (man denke nur an die vielen Leute mit Burn-out Syndrom).
Meine Antwort also: Keine Beratung der Welt kann eine Garantie auf hundertprozentigen Erfolg geben; vor allem nicht, wenn es um Zeiträume von 20-40 Jahren geht.
Aber man kann die besten Voraussetzungen schaffen für eine gute und tragfähige Entscheidung. Und das bietet die Klinge Methode in ganz besonderer Weise, auch wenn sie eben nicht “billig”ist; das kann ich aus voller Überzeugung und der Erfahrung vieler Jahre sagen.


Warum ich auch mit Hypnoseverfahren arbeite

5. Oktober 2011

Ich werde öfter mal gefragt, wieso ich eigentlich mit Hypnose arbeite.

Das sei doch unseriös oder zumindest gefährlich.
Wie Sie weiteren Artikeln in diesem Blog entnehmen können, (Was ist eigentlich Hypnose ?) trifft beides nicht zu.

Die Frage zeigt aber, daß die Hypnose mit zahlreichen Vorurteilen und Fantasien behaftet ist; und daß viele Menschen einseitig dem Mythos der Rationalität anhängen.
Nichts gegen Logik und Rationaltät- wir brauchen sie in Zeiten des Fundamentalismus und der Abkehr vieler Menschen von der Vernunft mehr denn je. Aber das ist eben nicht alles. Denn der Mensch unterliegt nicht nur der rationalen Logik, sondern auch der “Psycho-logik”.
Den Rest des Beitrags lesen »


Was ist eigentlich Hypnose ?

5. Oktober 2011

Zunächst einmal möchte ich erklären, was Hypnose nicht ist.

Hypnose ist nicht die willenlose Auslieferung an den großen Hypnotiseur, Zampano oder sonst irgendwen.

Was Sie von Bühnenshows oder dem Kino her kennen, hat nichts mit einem seriösen Verständnis von Hypnose zu tun.

Hypnose ist ein natürlicher Bewusstseinszustand. Sie ist nicht “Schlaf”.
Den Rest des Beitrags lesen »


Wie fühlt man sich in Trance ?

5. Oktober 2011

Den Zustand der Trance kann man sich ganz gut vorstellen wie einen Besuch im Kino. Sie sehen einen spannenden Film, mal lustig, mal traurig. Sie spüren, wie sie gefühlsmäßig mitgehen. Wenn es ganz besonders traurig wird, zerdrücken Sie vielleicht schon mal verstohlen eine Träne im Augenwinkel. Sie lachen mit den Darstellern und fiebern mit, wenn es spannend wird.

Irgendwie sind Sie mitten drin im Geschehen. (Sie identifizieren sich).

Aber irgendwie wissen Sie auch immer:

“Ich sitze hier in einem Kino. Es ist ein Film. Ich könnte jederzeit aufstehen und gehen. Und wenn der Film vorbei ist, mache ich das auch. Dann bin ich wieder in meinem eigenen Leben, mit meinen eigenen Gedanken und Gefühlen.”

So ähnlich fühlt sich das an in Trance bzw. leichter Hypnose.
Den Rest des Beitrags lesen »


Zudeckende und aufdeckende Hypnose

5. Oktober 2011

Bei der Hypnose kann man grob gesagt zwei verschiedene therapeutische Ansätze unterscheiden. Wobei die Hypnose selbst nur die Methode darstellt, wie man in einen Zustand gelangt, in dem man besser mit dem Unterbewusstsein arbeiten kann.
Den Rest des Beitrags lesen »


Systemaufstellung

5. Oktober 2011

Die neue Methode für verblüffende Erkenntnisse und Einsichten zu persönlichen oder beruflichen Situationen

Was ist Systemstellen?
Einige Bemerkungen zur Geschichte:

Systemstellen ist ein Verfahren mit dem wir Zugang erhalten zu (verborgenen) Gesetzmäßigkeiten innerhalb eines Systems. Konkrete Anwendung in größerem Umfang fand es zuerst in der Familientherapie.
Den Rest des Beitrags lesen »


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.